Für 20 oder mehr Standorte in Deutschland ist der Rahmenvertrag das passende Modell: eine Laufzeit von beispielsweise zwei Jahren, ein individuell vereinbartes Mindest- oder Projektvolumen, festgelegte Konditionen und Leistungsbausteine sowie der Einzelabruf jedes Standorts durch Sie. AuftragsArt steuert solche Rollouts bundesweit, von der Konzeption über Layout und Künstlerkoordination bis zur Umsetzung vor Ort. In bundesweiter Zusammenarbeit gestaltet AuftragsArt individuell Gewerke von E.ON und Westconnect sowie deren zahlreicher Partnerfirmen in ganz Deutschland, aus den Bereichen Strom, Gas und Glasfaser. Als Planungsgröße gilt: vier bis fünf Monate von der Anfrage bis zur fertigen Wand, davon drei bis vier Monate Layout und Abstimmung, fünf bis sieben Tage Umsetzung je großem Wandbild.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehrstandort-Beleg: bundesweite Zusammenarbeit mit E.ON und Westconnect sowie deren Partnerfirmen
  • Logistik und Industrie: umgesetzte Projekte für REWE Logistik, Rhenus und Unitank
  • Parallele Umsetzung belegt: 8 Wandgestaltungen in 8 deutschen Städten für das BMAS im Jahr 2024
  • Typische Laufzeit: beispielsweise zwei Jahre, mit individuellem Mindest- oder Projektvolumen
  • Vorlauf je Standort: vier bis fünf Monate von der Anfrage bis zur fertigen Wand
  • Reaktion auf eine Anfrage: innerhalb von 10 Minuten, branchenüblich sind zwei bis drei Tage
  • Netzwerk: mehr als 5.000 Künstlerinnen und Künstler weltweit, rund 1.500 davon in Deutschland verfügbar
  • Leistungsbausteine: von Fassaden- und Innenraumgestaltung über Murals und Brand Spaces bis zu Live-Painting und Workshops

Wann sich ein Rahmenvertrag lohnt

Ein Rahmenvertrag lohnt sich, sobald sich derselbe Beschaffungsvorgang an mehreren Standorten wiederholt.

Bei Einzelbeauftragung durchlaufen Sie pro Objekt denselben Zyklus: Bedarf melden, Angebot einholen, Layout abstimmen, Künstler suchen, Fläche freigeben, Umsetzung terminieren. Bei 20 Standorten sind das 20 Vergabevorgänge mit 20 Angeboten und 20 Abstimmungsketten. Der Rahmenvertrag zieht diesen Aufwand einmal nach vorn. Danach ist jeder weitere Standort ein Abruf und kein Projektstart.

Der zweite Grund ist das Erscheinungsbild. Wer 20 Wände einzeln vergibt, bekommt 20 Handschriften. Wer einen Gestaltungsrahmen einmal verabschiedet und über die Laufzeit abruft, bekommt eine erkennbare Linie über alle Standorte hinweg.

Dasselbe Muster taucht in Branchen auf, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Ein Händlernetz mit einer gemeinsamen Marke und vielen Betreibern funktioniert beschaffungsseitig wie ein Bestand an Technikgebäuden, nur dass die Flächen über der Direktannahme statt an der Trafostation hängen. Auch ein Händlernetz lässt sich deshalb über dieselbe Vertragsform abwickeln wie ein Bestand technischer Objekte.

Der Beleg: bundesweite Zusammenarbeit mit E.ON und Westconnect

Die belastbarste Referenz für bundesweite Rahmenvertragsarbeit ist die Zusammenarbeit mit E.ON und Westconnect. In ganz Deutschland gestaltet AuftragsArt dort individuell Gewerke des Unternehmens und seiner zahlreichen Partnerfirmen.

Gegenstand ist die künstlerische und standortbezogene Gestaltung technischer Gebäude und Infrastruktur aus den Bereichen Glasfaser, Gas und Strom. Also genau die Objektklasse, die Energieversorger und kommunale Netzbetreiber in großer Zahl im Bestand halten: Trafostationen, Stromkästen, Verteilerkästen, Betonwände, technische Container. Eine Bestandsliste darf diese Objekttypen mischen, preisbildend sind Größe, Motiv, Detailgrad, Standort und organisatorischer Aufwand.

Der Leistungsumfang je Abruf umfasst konzeptionelle Entwicklung, Layoutgestaltung, Organisation und die Umsetzung durch Künstler vor Ort. Nicht jeder Abruf enthält alles. Was ein einzelner Abruf abdeckt, legen die Leistungsbausteine des Rahmenvertrags fest.

Logistik und Industrie: Standorte, die sich wiederholen

Außerhalb der Energiewirtschaft wiederholt sich dasselbe Muster. Zum Portfolio gehören umgesetzte Projekte für REWE Logistik, Rhenus und Unitank, also Auftraggeber aus Logistik und Industrie.

Für die Anbieterbewertung ist daran nicht das einzelne Motiv interessant, sondern die Objektklasse. Hallenwände, Verwaltungstrakte, Sozial- und Pausenbereiche, Pförtnerhäuser und Betriebsgelände wiederholen sich über die Standorte eines Logistikers oder Industrieunternehmens hinweg, und der Beschaffungsvorgang wiederholt sich mit ihnen. Dazu kommt eine Bedingung, die in Büroumgebungen fehlt: Der Betrieb läuft weiter, während gemalt wird. Zutritt, Unterweisung und Arbeitszeitfenster sind dann keine Randfragen, sondern der eigentliche Planungsaufwand. Zutritt, Unterweisung und Arbeitszeitfenster gehören deshalb in die Bestandsliste und nicht in die Umsetzungswoche.

Acht Städte, ein Auftrag: die BMAS-Kampagne

2024 hat AuftragsArt für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Kampagne "Unser Land in Arbeit" acht Wandgestaltungen in acht deutschen Städten umgesetzt. Alle Motive folgten einem gemeinsamen Prinzip: Portraits im Stil von Andy Warhol, jedes mit einem integrierten QR-Code zur Geschichte der abgebildeten Person. Die Suche nach den großflächigen Wandflächen in den verschiedenen Städten und Bundesländern gehörte zum Auftrag. Die Kampagne ist auf der Projektseite zum BMAS dokumentiert.

Für die Bewertung eines Mehrstadt-Rollouts ist daran der entscheidende Punkt: acht Flächen in acht verschiedenen Städten, unter einem Auftrag, einer gestalterischen Klammer und einer Projektsteuerung. Genau diese Konstellation entsteht auch bei einem Rahmenvertrag, nur verteilt über eine Laufzeit statt über eine Kampagne.

Zwei Städte gleichzeitig: Essen und Madrid

Im Sommer 2021 entstanden für Hasbro zum Thema Herr der Ringe zwei Murals parallel: eines in Essen direkt am Limbecker Platz, das zweite in Madrid durch ein spanisches Partnerteam. Das Essener Mural entstand in einer Woche. Beide Wände waren temporär angelegt und wurden nach 30 Tagen wieder neutralisiert. Für Rollouts über Landesgrenzen hinweg ist das der relevante Punkt: Parallelität funktioniert, wenn das Motiv vorher abgestimmt ist.

Phase 1: Die Standortliste aufbauen

Vor jeder Vertragsverhandlung steht eine belastbare Standortliste, denn ohne sie lässt sich weder ein Volumen noch eine Zeitschiene vereinbaren.

Erfassen Sie pro Standort:

  • Adresse und Ansprechpartner vor Ort
  • Objektart und Untergrund
  • Fläche in Quadratmetern, auch geschätzt
  • Zugänglichkeit: vom Boden erreichbar oder nur mit Hebebühne
  • Zustimmung: wem gehört die Fläche, wer gibt sie frei
  • Priorität und gewünschtes Umsetzungsjahr

Als Größenreferenz hilft eine Standardgarage: rund 6 bis 7 Meter Breite mal 2,80 Meter Höhe, also etwa 18 Quadratmeter.

Nehmen Sie auch Flächen auf, die es noch nicht gibt. Bei Neubauten und größeren Sanierungen läuft eine geplante Gestaltung häufig unter dem Stichwort Kunst am Bau und gehört dann in die Bauplanung, nicht in die Nachnutzung. Wer sie erst nach der Fertigstellung anmeldet, verhandelt Budget, Fläche und Freigabe ein zweites Mal.

Objektarten, die in solchen Portfolios vorkommen

Fassaden und Giebelwände, Trafostationen, Stromkästen und Verteilerkästen, Container und Messecontainer, Lkw und Transporter, Turnhallen und Schulhofwände, Lärmschutzwände, Unterführungen und Brückenpfeiler, Produktions- und Lagerhallen, Bürowände, Empfangsbereiche, Hotellobbys, Garagen und Garagentore, Treppenhäuser, Bodenflächen. Je heterogener das Portfolio, desto wichtiger wird der Gestaltungsrahmen aus Phase 2: Eine Trafostation und eine Giebelwand können nicht dasselbe Motiv tragen, aber dieselbe Handschrift.

Phase 2: Ein Gestaltungsrahmen statt 20 Einzelmotive

Einheitlichkeit über viele Standorte entsteht nicht durch dasselbe Bild an jeder Wand, sondern durch einen einmal verabschiedeten Gestaltungsrahmen, der pro Standort variiert wird.

Das BMAS-Projekt zeigt das Prinzip: gleiches Stilgerüst, gleicher Bildaufbau, ein wiederkehrendes Element in Form des QR-Codes, aber acht verschiedene Personen an acht Orten. Bei E.ON und Westconnect trägt derselbe Gedanke die Bezeichnung standortbezogene Gestaltung.

Legen Sie fest, was über alle Standorte gleich bleibt und was lokal variieren darf. Fest sind in der Regel Farbwelt, Stilrichtung, Umgang mit dem Logo und ein wiederkehrendes grafisches Element. Variabel sind Motivinhalt, Ortsbezug, Format und Detailgrad. Ein Corporate Mural, also ein Wandbild, das die Bildwelt des Unternehmens trägt statt eines frei erfundenen Motivs, lebt von genau dieser Trennung: Die Marke bleibt wiedererkennbar, der Standort bekommt trotzdem ein eigenes Bild.

Die Abstimmung läuft über zwei bis drei Korrekturschleifen. Klären Sie vorher, wer freigibt. Eine Freigabekette, die pro Standort neu ausgehandelt wird, ist der häufigste Grund für Verzug.

Phase 3: Was in den Rahmenvertrag gehört

Ein Rahmenvertrag für Wandgestaltung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die individuell verhandelt werden. Ein starres Standardmodell gibt es nicht.

BausteinWas darin geregelt wirdPraxishinweis
LaufzeitVertragsdauer, beispielsweise zwei JahreDeckt einen mehrjährigen Rollout ab, ohne jährlich neu auszuschreiben
Volumenindividuelles Mindest- oder ProjektvolumenGrundlage für die Konditionen, wird je Key Account vereinbart
Konditionen und LeistungsbausteinePreise und Umfang je LeistungsartDas Abrechnungsmodell wird je Projekt festgelegt, nicht pauschal für alle Objekte
Abrufprozesswie Sie einen einzelnen Standort auslösenWer darf abrufen, in welcher Form, mit welchem Vorlauf
Konzeption und LayoutUmfang der Entwurfsleistung, Zahl der KorrekturschleifenZwei bis drei Schleifen sind der Regelfall
Koordination und ProjektleitungKünstlerauswahl, Steuerung, AnsprechpartnerEine Schnittstelle über alle Standorte statt wechselnder Kontakte
Umsetzung vor OrtAusführung, Baustellenlogistik, AbnahmeGerüst und Hebebühne werden koordiniert, wenn Sie keinen eigenen Zugriff darauf haben
FristenReaktionszeiten und UmsetzungsfristenIndividuell, je nach Dringlichkeit des Portfolios

Mindestvolumen, Reaktionszeiten, Umsetzungsfristen und Abrufprozesse werden je Key Account einzeln vereinbart. Ein Anbieter, der Ihnen ein fertiges Rahmenvertragsformular vorlegt, hat entweder ein sehr enges Leistungsspektrum oder Ihr Portfolio nicht angesehen.

Welche Leistungen ein Rahmenvertrag abdecken kann

Welche Leistungsbausteine im Vertrag stehen, entscheidet darüber, was Sie später per Abruf bestellen können und was jedes Mal neu verhandelt werden muss.

Zum Leistungsspektrum von AuftragsArt gehören Fassaden- und Innenraumgestaltung, Murals, handgemalte Außenwerbung, Brand Spaces, Live-Painting, Workshops, Künstlervermittlung, Creative Sessions sowie optionale Foto- und Videodokumentation, 3D-Visualisierung und Augmented-Reality-Erweiterungen.

Für ein Standortportfolio sind davon drei Gruppen relevant. Erstens die Flächen selbst: Fassaden, Innenräume, Murals und handgemalte Außenwerbung, innen bis hin zum Brand Space, also einem vollständig gestalteten Raum statt einer einzelnen Wand. Zweitens die Vorstufen: Creative Sessions für die Themenfindung, Künstlervermittlung für die Fälle, in denen eine bestimmte Handschrift gewünscht ist, und 3D-Visualisierung, wenn eine Fläche vor der Freigabe räumlich gezeigt werden soll. Drittens alles, was nach der Umsetzung passiert: Foto- und Videodokumentation je Standort und auf Wunsch eine Augmented-Reality-Erweiterung des fertigen Motivs.

Live-Painting und Workshops fallen aus der Logik eines reinen Flächen-Rollouts heraus, gehören aber zum selben Leistungsspektrum. Sie passen dorthin, wo ein Standort nicht nur eine neue Wand bekommt, sondern ein Ereignis dazu: eine Eröffnung, ein Standortjubiläum, ein Mitarbeitertag, ein Tag der offenen Tür. Wer beides in einen Rahmenvertrag aufnimmt, regelt die Konditionen dafür sinnvollerweise getrennt, weil Ablauf, Vorlauf und Aufwand mit einer mehrtägigen Wandgestaltung wenig gemein haben.

Nicht jeder Baustein muss von Anfang an im Vertrag stehen. Sinnvoll ist es trotzdem, die Leistungen einmal vollständig durchzugehen und festzuhalten, welche abrufbar sein sollen und welche ausdrücklich nicht. Was später nachverhandelt wird, kostet erneut eine Abstimmungsrunde.

Phase 4: So läuft ein Einzelabruf

Nach Vertragsschluss nimmt jeder weitere Standort denselben Weg, und dieser Weg ist der eigentliche Effizienzgewinn des Rahmenvertrags.

Der Ablauf: Anfrage, Beratung, Angebot, Visualisierung, Layout, Projektmanagement, Materialeinkauf, Zusammenstellung der Künstlerteams, Umsetzung. Auf eine Anfrage folgt die Rückmeldung innerhalb von 10 Minuten. Branchenüblich sind zwei bis drei Tage. Bei einem Portfolio mit 20 oder mehr Objekten summiert sich dieser Unterschied über die Laufzeit.

Die Umsetzung übernehmen Künstler aus einem Netzwerk von mehr als 5.000 Künstlerinnen und Künstlern weltweit, von denen rund 1.500 in Deutschland für Projekte verfügbar sind. Den Kern bilden mehrere feste Teams, alle als Freelancer. Eine Weitergabe an Subunternehmen findet nicht statt. Benjamin Taag ist selbst die Schnittstelle zwischen Künstler und Kunde. Für Sie bedeutet das einen Ansprechpartner über alle Standorte hinweg, unabhängig davon, welches Team vor Ort arbeitet.

Zeitschiene: vier bis fünf Monate je Standort

Von der Anfrage bis zur fertigen Wand vergehen in der Regel vier bis fünf Monate, und der größte Block davon entfällt auf Layout und Abstimmung.

SchrittDauerWas in dieser Zeit passiert
Reaktion auf die Anfrageinnerhalb von 10 MinutenRückmeldung, Erstklärung des Bedarfs
Beratung, Angebot, VisualisierungTeil der VorlaufphaseMachbarkeit, Fläche, Budgetrahmen, erste Visualisierung
Layout und Abstimmungdrei bis vier MonateLayoutgestaltung, zwei bis drei Korrekturschleifen, Freigabe
Projektmanagement und MaterialeinkaufTeil der VorlaufphaseMaterial, Termine, Baustellenlogistik
Künstlerteam zusammenstellenTeil der VorlaufphaseAuswahl passender Künstler für Motiv und Objekt
Umsetzung vor Ortfünf bis sieben Tage bei einem großen WandbildAusführung und Abnahme
Gesamtvier bis fünf Monatevon der Anfrage bis zur fertigen Wand

Kurzfristige Umsetzung ist die Ausnahme. In fünf Jahren und bei rund 400 Aufträgen kam sie zwei bis drei Mal vor. Planen Sie einen Rollout über 20 Standorte deshalb nicht als Sprint, sondern als Abrufrhythmus, der zum vereinbarten Volumen passt. Der Gestaltungsrahmen muss dafür früh stehen: Er wird einmal abgestimmt und danach je Standort nur noch angepasst, was die Layoutphase ab dem zweiten Objekt entlastet.

Parallele Umsetzung an mehreren Orten ist möglich, verkürzt aber nicht den Vorlauf, sondern nur die Gesamtdauer des Rollouts. Das BMAS-Projekt mit acht Städten und die zeitgleiche Produktion in Essen und Madrid zeigen beides: Der Aufwand verschiebt sich vollständig in die Abstimmung vor der ersten Wand.

Zugang und Gerüst: wer was koordiniert

Die Koordination von Gerüst und Hebebühne übernimmt AuftragsArt, wenn Sie keinen eigenen Zugriff darauf haben, bei Bedarf auch die eines Steigers.

Hat Ihr Facility Management bereits eigene Verträge für Gerüstbau, bleibt die Beistellung sinnvollerweise bei Ihnen. Fehlt dieser Zugriff, wird die Koordination Teil des Abrufs.

Alles Weitere gehört ausdrücklich in den Vertrag, weil es je Standort und je Kommune unterschiedlich ist. Regeln Sie schriftlich, wer die Zustimmung des Eigentümers einholt, wer eine etwaige Genehmigung für die Nutzung öffentlichen Grundes beantragt, wer den Zugang zur Fläche sowie Strom und Wasser bereitstellt und wer eine Sperrung von Gehweg oder Parkflächen veranlasst. Diese Zuständigkeitsmatrix einmal im Rahmenvertrag festzuhalten, spart bei jedem einzelnen Abruf eine Abstimmungsrunde.

Die Flächenbeschaffung selbst gehört zum Leistungsumfang. AuftragsArt hat ein eigenes Scouting-Team, das gezielt nach geeigneten Wand- und Fassadenflächen sucht, sowohl für kuratierte Kunstprojekte als auch für handgemalte Wandwerbung. Je nach Projekt übernimmt AuftragsArt auch die Kontaktaufnahme zu den Eigentümern und prüft die Umsetzbarkeit mit Ordnungsamt, Stadtverwaltung oder Bauamt. Umgesetzt wird erst nach den notwendigen Zustimmungen. Wie weit das trägt, zeigt die BMAS-Kampagne: Dort war die Suche nach den großflächigen Wandflächen in acht Städten und mehreren Bundesländern Teil des Auftrags.

Bei den Genehmigungen sind beide Wege möglich. Im Regelfall holt der Auftraggeber sie selbst ein. Wo Gerüste, Arbeitsbühnen, Absperrungen oder die Nutzung öffentlicher Wege und Flächen nötig werden, übernimmt AuftragsArt auf Wunsch die Abstimmung und die Beantragung bei Stadt, Kommune, Ordnungsamt oder Bauamt.

Kosten und Abrechnung über die Laufzeit

Preise entstehen aus Größe, Motiv, Detailgrad, Standort und organisatorischem Aufwand, nicht aus einem Standardtarif.

Für die Kalkulation eines bundesweiten Rollouts sind folgende Größenordnungen relevant. Kleinere, gestalterisch einfachere Projekte im regionalen Umfeld beginnen bei rund 800 Euro. Umfangreichere oder detailreiche Gestaltungen kosten mehrere tausend Euro. Für Projekte außerhalb des direkten regionalen Umfelds gilt ein Mindesttagessatz von 1.500 Euro zuzüglich Material- und Reisekosten, gegebenenfalls auch Übernachtung. Abgerechnet wird je nach Projekt nach Tagessatz, nach Quadratmeterpreis oder über eine individuelle Projektpauschale. Bei Rahmenverträgen und großem Volumen werden die Konditionen individuell vereinbart.

Am häufigsten unterschätzt werden bei bundesweiten Rollouts die Reise- und Übernachtungskosten. Sie fallen pro Anfahrt an, nicht pro Quadratmeter. Wer Standorte geografisch clustert und mehrere Objekte einer Region in einem Abruf bündelt, senkt genau diesen Block. Materialkosten lassen sich dagegen gut hochrechnen: Für eine Standardgarage mit rund 18 Quadratmetern liegt der Materialeinsatz bei etwa 300 Euro, ein Schutzlack ist optional zubuchbar. Die vollständige Preisübersicht mit allen Abrechnungsmodellen steht in den Daten zu den Kosten einer Wandgestaltung.

Wenn Schmierereien der Auslöser sind

Jede zweite bis dritte Anfrage entsteht aus der Motivation, Schmierereien einzudämmen.

Typische Anfrager sind Hausmeister-Servicegesellschaften und Dienstleister für Wohnungsgesellschaften, also Organisationen, die viele gleichartige Objekte betreuen und deshalb ohnehin in Rahmenvertragslogik denken. Eine realistische Erwartung gehört an den Anfang: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, und kein Anbieter kann garantieren, dass eine gestaltete Wand unangetastet bleibt. Belastbar ist allein die eigene Erfahrung: In fünf Jahren und bei rund 400 Aufträgen gab es zwei bis drei Nachbesserungsanfragen. Nehmen Sie in den Rahmenvertrag auf, wie mit Nachbesserungen umgegangen wird und zu welchen Konditionen.

Referenzen richtig lesen

Zum Portfolio gehören umgesetzte Projekte für Marken wie adidas, Nike, Amazon, Deutsche Telekom, Deutsche Bahn, EDEKA, REWE und CUPRA.

Bei großen Marken erfolgt die Beauftragung häufig über eine betreuende Marketing-, Event- oder Kommunikationsagentur und nicht durch den Konzern selbst. Direkter Austausch mit den Projektverantwortlichen bestand bei EDEKA und Amazon. Für die Anbieterbewertung ist diese Unterscheidung nützlich, denn sie zeigt, welche Freigabewege ein Anbieter kennt. In Mehrstandort-Projekten treten beide auf, der direkte Weg über die Fachabteilung und der indirekte über eine beauftragte Mittlerin.

Für ein Standortportfolio sagt eine Markenreferenz allerdings weniger aus als eine Referenz aus derselben Objektwelt. Ein bekanntes Logo belegt Gestaltungsqualität, ein Bestand aus Technikgebäuden, Logistikstandorten oder Industrieflächen belegt Organisationsfähigkeit. Fragen Sie im Auswahlverfahren gezielt nach der zweiten Kategorie.

Häufige Fehler bei Mehrstandort-Projekten

  • Zu spät starten. Vier bis fünf Monate Vorlauf je Standort sind der Regelfall. Wer den Rollout an ein Eröffnungs- oder Jubiläumsdatum koppelt, muss rückwärts rechnen.
  • Den Gestaltungsrahmen erst beim dritten Standort definieren. Dann existieren bereits zwei Handschriften, die sich nachträglich nicht mehr einfangen lassen.
  • Freigaben nicht benennen. Zwei bis drei Korrekturschleifen sind eingeplant und reichen aus, aber nur wenn feststeht, wer entscheidet.
  • Standorte einzeln abrufen, obwohl sie in einer Region liegen. Reise- und Übernachtungskosten fallen pro Anfahrt an.
  • Nur die Wandgestaltung verhandeln. Dokumentation, Visualisierung, Workshops und Live-Formate später nachzuziehen kostet eine zusätzliche Runde. Der Leistungskatalog gehört einmal vollständig auf den Tisch.
  • Vandalismusschutz als Garantie verkaufen. Diese Zusage kann kein Anbieter halten, und sie fällt intern auf Sie zurück.

Der nächste Schritt

AuftragsArt steuert Wandgestaltung an mehreren Standorten vom Projektbüro in Goch am Niederrhein aus und arbeitet deutschlandweit ohne Standortbezug. Für ein Erstgespräch genügt eine Standortliste mit Objektart und ungefährer Fläche je Standort, alles Weitere entsteht in der Beratung. Je Standort gehören Adresse, Objektart, Untergrund, ungefähre Fläche, Arbeitshöhe und Zugangsregelung dazu.

Wenn Sie ein konkretes Standortportfolio besprechen möchten: Der Leistungsumfang im B2B-Bereich ist unter Auftragsgraffiti beschrieben, der direkte Weg ins Gespräch führt über die Kontaktseite. Auf eine Anfrage folgt die Rückmeldung innerhalb von 10 Minuten.

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